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Fragen und Antworten zur Berufswahl

Die häufigsten Fragen haben wir hier für Sie aufgelistet. Klicken Sie sich durch und lassen Sie sich die zugehörige Antwort anzeigen.

In jedem Kanton der Schweiz können Sie sich zu Beruf, Studium und Laufbahn (Karriere) beraten lassen. Die Berufsinformationszentren bieten dieses Angebot an. Für Jugendliche sind Beratungen kostenlos. Sie finden in den Beratungszentren Unterlagen, die Ihnen helfen, sich besser zurechtzufinden. Viele davon dürfen Sie ausleihen oder gratis mitnehmen. Sie können auch in Ruhe die Unterlagen studieren oder am Computer recherchieren. Vor Ort arbeitende Fachpersonen beantworten Ihre Fragen und helfen bei der Suche nach Informationen.

Sie können auch an einem Seminar teilnehmen, das speziell für Eltern von Kindern in der Berufswahl angeboten wird. Informieren Sie sich beim Beratungszentrum Ihrer Nähe über Seminare und Informationsveranstaltungen für Eltern.

Zusätzlich finden Sie im Internet Broschüren zur Berufswahl. In der vierseitigen Broschüre «Elterninformationen Berufswahl» werden die fünf wichtigsten Schritte erklärt, die Ihr Kind jetzt machen sollte. 

Suchen Sie umfassende Informationen zur Berufswahl, können Sie sich das «Berufswahltagebuch, Elternratgeber Berufswahl» herunterladen. Neben der Berufswahl geht es in der Broschüre auch um die Erziehung der/des Jugendlichen. Zudem kommen Eltern zu Wort, die von ihren Erfahrungen bei der Berufswahl berichten.

Jeder Kanton führt eine öffentliche Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung. Die Adressen der Beratungsstellen der Kantone können Sie auf «Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung der Schweiz» erreichen.

In der Regel ist für Einzelberatungen eine Anmeldung nötig, für Kurzgespräche im BIZ (Berufsinformationszentrum) bzw. in der Infothek des BIZ hingegen nicht. Details hierzu erfahren Sie im BIZ Ihrer Nähe. Die Adressen finden Sie auf «Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung der Schweiz».

Die Beratung erfolgt durch Berufs-, Studien- und Laufbahnberatende. Diese verfügen über einen vom Bund anerkannten Abschluss.

In der Regel in der lokalen Landessprache. Auf Anfrage sind auch Beratungen in Fremdsprache oder mit Übersetzungspersonen möglich. Hier erkundigen Sie sich am besten beim BIZ (Berufsinformationszentrum) Ihrer Region.

Für Jugendliche sind Beratungen kostenlos. Grundsätzlich können sich Bürgerinnen und Bürger jeden Alters zu Beruf, Studium und Laufbahn (Karriere) in allen Kantonen der Schweiz beraten lassen. Die BIZ (Berufsinformationszentren) bieten dieses Angebot an.

Das Bildungssystem in der Schweiz ist vielfältig und bietet Jugendlichen zahlreiche Chancen. Die erste Berufsausbildung ist zwar das Fundament für Ihre Tochter/Ihren Sohn. Aber heute gilt: Kein Abschluss ohne Anschluss. Sich laufend weiterbilden gehört zu einer erfolgreichen Berufslaufbahn dazu. Denn nach der ersten Berufsausbildung, auch berufliche Grundbildung genannt, öffnen sich zahlreiche Möglichkeiten.

In der PDF-Datei «Das Bildungssystem der Schweiz» finden Sie alle Wege des Schweizer Bildungssystems, die Ihr Kind nach der Schulzeit durchlaufen kann.

Ein Zeitplan oder Fahrplan hilft Ihnen und Ihrem Kind, rechtzeitig Termine zu planen und nichts zu verpassen. Solche Fahrpläne sind auch Teil der Lehrmittel des Berufswahlunterrichts. In den meisten Kantonen erhalten Sie via kostenlose App zusätzliche Unterstützung für die Berufswahl-Planung, so zum Beispiel die «BIZ-App». So bleiben Sie und Ihr Kind auf dem Laufenden.

Nehmen Sie sich genügend Zeit, um mit Ihrem Kind über seine Berufswünsche zu sprechen und nehmen Sie diese ernst. Auch wenn Sie sich als Eltern einen anderen Beruf für Ihre Tochter/Ihren Sohn gewünscht haben, Ihr Kind soll seinen eigenen Weg gehen können. Der Druck der Eltern bringt oft nicht den erwünschten Erfolg. Stattdessen schlagen manche Jugendliche gerade denjenigen Weg ein, der nicht dem Wunsch der Eltern entspricht.

Versuchen Sie, positiv und spielerisch an die Berufswahl heranzugehen. Hinter manchem phantasievollen und realitätsfernen Berufswunsch verbergen sich andere Wünsche, beispielsweise in die Welt zu reisen oder unabhängig zu sein. Dann ist es sinnvoll, sich an die zuständigen Berufsberater/innen zu wenden. Sie unterstützen Ihr Kind dabei, seine Neigungen und Fähigkeiten, seine Stärken und Talente besser zu erkennen, um den passenden Beruf zu finden.

Auch der Interessenkompass auf feel-ok.ch/beruf-kompass kann Ihrem Kind dabei helfen, Tätigkeiten und Berufen zu finden, die zu seinen Interessen passen.

Bitte wenden Sie sich an Ihr Berufsinformationszentrum oder an die Fachpersonen der IV-Berufsberatung der Sozialversicherungsanstalt (SVA). Die SVA in Ihrer Region finden Sie z.B. mit Google.

Eine Schnupperlehre ist ab dem 8. Schuljahr sinnvoll. Bei einer Schnupperlehre arbeitet Ihre Tochter/Ihr Sohn zwischen zwei und fünf Tagen im Wunschberuf. Dabei sammeln die Jugendlichen praktische Arbeitserfahrungen. So finden Sie heraus, ob ihnen der gewählte Beruf gefällt.

Einen Beruf direkt in einem Betrieb kennenzulernen, ist für die Jugendlichen von grosser Bedeutung. Diese Erfahrung kann nicht durch Infomaterial wie Broschüren oder Videos der Berufsberatung ersetzt werden. Zudem können die Jugendlichen in dieser Zeit überlegen, ob sie dort gern eine Lehre machen würden. Weitere Informationen zur Schnupperlehre aus den Deutschschweizer Kantonen finden Sie in «Schnuppern in einem Lehrbetrieb». 

Wichtig ist, dass Ihr Kind nach dem Schnuppern vom Betrieb eine schriftliche Schnupperlehr-Beurteilung erhält. Das ist wie eine Art Arbeitszeugnis und kann später auch für die Lehrstellen-Bewerbung verwendet werden.

Adressen für Schnupperlehr-Betriebe finden Sie auf der jeweiligen Berufswahl-App Ihres Kantons. 

Wenn Sie wissen möchten, was Jugendliche beim Schnuppern erleben und wie sie davon profitieren, schauen Sie sich das Video zur Schnupperlehre von der Berufsberatung Kanton Zürich an.

Adressen offener Lehrstellen finden Sie am einfachsten im Lehrstellennachweis (LENA) auf berufsberatung.ch. Lehrbetriebe oder Berufsverbände schreiben ihre offenen Lehrstellen oft auch auf ihrer eigenen Website aus. Daneben gibt es private Lehrstellen-Portale.

Nutzen Sie zudem das sogenannte „Vitamin B“, also Ihr eigenes Netzwerk. Vielleicht haben Sie selbst Kontakte zu möglichen Arbeitgebern? Motivieren Sie Ihr Kind dazu, Betriebe gezielt anzufragen. Möglicherweise kennt es, beispielsweise über Freizeitaktivitäten, selbst Kontakte, die es nutzen kann.

Es ist zudem ratsam, eine Übersicht über die Bewerbungen zu führen und beispielsweise zu notieren: Wo habe ich mich bereits beworben? Wo habe ich schon eine Rückmeldung erhalten? Wo muss ich noch warten? Wo sollte ich selbst noch nachhaken?

Auch über die «BIZ-App» erhalten Sie und Ihr Kind Zugang zu freien Lehrstellen.

In der Regel ist es noch bis Ende September möglich, eine Lehrstelle zu finden bzw. eine Lehre zu beginnen, also nach dem offiziellen Lehrbeginn am 1. August. Bleibt die Lehrstellensuche erfolglos, könnte ein Brückenangebot helfen. Informationen dazu erhalten Sie in Ihrem zuständigen Berufsinformationszentrum sowie auf berufsberatung.ch (Brückenangebote).  

Gelingt Ihrer Tochter/Ihrem Sohn trotz aller Anstrengungen der Einstieg ins Berufsleben nicht oder zeichnet sich dies ab, dann wenden Sie sich direkt und frühzeitig an Ihre zuständige/n Berufsberater/in. Falls noch genügend Zeit vorhanden ist, kann nach passenden, alternativen Berufsideen gesucht werden. Oder es kann frühzeitig eine Zwischenlösung (auch als Plan B) organisiert werden.

Einige Kantone bieten zudem Mentoring-Programme an, mit dem meist ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren Ihr Kind bei der Lehrstellensuche unterstützen. Meistens steht diese Form von Unterstützung ab Ende der 2. Sekundarstufe und in der 3. Sekundarstufe zur Verfügung. Die Mentorinnen und Mentoren üben beispielsweise mit den Jugendlichen, wie sie sich telefonisch über eine Lehrstelle informieren oder worauf beim Schreiben von Bewerbungen geachtet werden muss. Auch Vorstellungsgespräche werden geübt.

Falls Ihr Kind keine Lehrstelle gefunden hat oder noch nicht berufswahlbereit ist, stehen diverse Brückenangebote und Zwischenlösungen zur Verfügung. Die Angebotspalette sowie der Zugang zu diesen Angeboten sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In der Regel gibt es sowohl schulisch orientierte wie auch praxisnahe Zwischenlösungen. Erkundigen Sie sich frühzeitig im Berufsinformationszentrum Ihrer Region.

Bei der Lehrstellensuche klappt es selten sofort mit dem Berufswunsch. Machen Sie Ihrer Tochter/ihrem Sohn Mut, trotz Schwierigkeiten weiterzusuchen (mehr Tipps für Ihr Kind auf «Absagen»). Ihre Tochter/ihr Sohn kann sich mindestens bis Ende der Sommerferien nach Schulabschluss auf eine Lehrstelle bewerben. Gelingt der Einstieg dennoch nicht, überlegen Sie sich frühzeitig eine Zwischenlösung. Informationen erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Berufsinformationszentrum.

Eltern müssen die Erstausbildungskosten ihrer Kinder bezahlen. Dazu kommen die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Weitere Informationen zu Kosten für Ausbildung und Lebenshaltung in den Deutschschweizer Kantonen finden Sie auf «Ausbildung und Weiterbildung finanzieren».

Fokus

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Wenn es so richtig schwierig wird

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Wie reagieren bei Regelverletzungen?
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Insbesondere Alkoholkonsum im jungen Alter, häufiger Konsum und Alkoholräusche sind Warnsignale. Reagieren Sie darauf.

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Erziehung

Das Kind durch psychische Krisen begleiten

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Freiheiten gewähren, Verständnis haben und Orientierung durch eine klare Haltung geben.

Sich selber Sorge tragen

Kraft tanken für den Eltern-Job

Sich selber Sorge tragen

Eltern tun gut daran, sich selber Sorge zu tragen. Damit ihnen genug Energie für die stürmische Zeit der Pubertät bleibt.