Fragen und Antworten

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Können auch Sportler/-innen an einer Essstörung leiden?

Ja, Sportler/-innen sind sogar häufiger betroffen – und zwar sowohl Spitzen- als auch Freizeitsportler/-innen.

Sportler/-innen folgender Sportarten sind besonders häufig von Essstörungen betroffen:

  • ästhetische oder kompositorische Sportarten (z.B. Kunstturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Eiskunstlauf),
  • Sportarten, bei denen das Gewicht leistungsentscheidend ist (z.B. Skispringen, Sportklettern) 
  • Ausdauersportarten (z.B. Langstreckenlauf, Triathlon) und 
  • Sportarten mit Gewichtsklassen (z.B. Kampfsport, Rudern).

Problematisch ist, dass Sportler/-innen, die exzessiv Sport treiben und an einer Essstörung leiden, ihrer Gesundheit gleich doppelt schaden. Die Auswirkungen: Ihr Herz wird schwächer und schlägt mit der Zeit nicht mehr regelmässig und sie haben ein erhöhtes Risiko für ungenügenden Knochenaufbau, Ermüdungsbrüche sowie Knochen- und Muskelschwund. Bei vielen Sportlerinnen fällt die Menstruationsblutung aus und sie leiden später, auch wenn die Essstörung schon abgeklungen ist, unter Fruchtbarkeitsstörungen.

Essstörungen bei Sportlern/-innen müssen deshalb unbedingt ernst genommen und behandelt werden!

Sie müssen sich auch uabhängig von ihrem Sportumfeld an eine Beratungsstelle wenden können!

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